Chiemsee
- Fläche
- 79,9 km²
- Max. Tiefe
- ca. 73 m
- Höhe
- ca. 518 m
- Abfluss
- Alz
Das „Bayerische Meer“ liegt zwischen Rosenheim und Traunstein und ist mit knapp 80 Quadratkilometern der größte See des Freistaats. Hauptzufluss ist die Tiroler Achen aus dem Süden, der Abfluss, die Alz, verlässt den See im Norden und mündet in den Inn. Drei Inseln liegen im See: Die Herreninsel ist mit rund 238 Hektar die größte und trägt das Neue Schloss Herrenchiemsee, das König Ludwig II. ab 1878 nach dem Vorbild von Versailles errichten ließ und das nie fertiggestellt wurde. Auf der kleinen Fraueninsel leben Menschen seit über tausend Jahren rund um das Benediktinerinnenkloster Frauenwörth; die Krautinsel ist unbewohnt und diente im Mittelalter als Gemüsegarten.
Starnberger See
- Fläche
- 56,4 km²
- Max. Tiefe
- ca. 128 m
- Länge
- ca. 20 km
- Abfluss
- Würm
Südwestlich von München erstreckt sich der Starnberger See rund 20 Kilometer von Nord nach Süd. Er ist nach dem Chiemsee der zweitgrößte See Bayerns, aufgrund seiner großen Tiefe aber der wasserreichste. Vor Feldafing liegt die Roseninsel, eine der ältesten Siedlungsstätten der Region. Am Ostufer bei Berg erinnern eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im seichten Wasser an König Ludwig II., der hier 1886 unter bis heute ungeklärten Umständen starb. Der See hat nur kleine Zuflüsse und tauscht sein Wasser sehr langsam aus, was ihn empfindlich gegenüber Nährstoffeinträgen macht; sein einziger Abfluss ist die Würm im Norden.
Ammersee
- Fläche
- ca. 47 km²
- Max. Tiefe
- ca. 81 m
- Länge
- ca. 16 km
- Durchfluss
- Ammer → Amper
Der Ammersee liegt westlich des Starnberger Sees zwischen Herrsching und Dießen. Die Ammer bringt aus den Ammergauer Alpen den größten Teil des Wassers, verlässt den See bei Stegen im Norden unter dem Namen Amper und fließt der Isar zu. Weil der See so stark durchströmt wird, erneuert sich sein Wasser deutlich schneller als im Starnberger See. Über dem Ostufer thront auf einem Hügel das Kloster Andechs, einer der ältesten Wallfahrtsorte Bayerns. Direkt nach der Eiszeit reichte der Ammersee rund 37 Kilometer weit nach Norden; das heutige Ampermoos und das Dießener Moos sind verlandete Reste dieses Ur-Sees.
Tegernsee
- Fläche
- ca. 8,9 km²
- Max. Tiefe
- ca. 73 m
- Länge
- ca. 6,5 km
- Abfluss
- Mangfall
Eingebettet zwischen Wallberg, Hirschberg und Neureuth liegt der Tegernsee im Landkreis Miesbach. An seinen Ufern liegen die Orte Tegernsee, Gmund, Bad Wiessee, Rottach-Egern und Kreuth. Sein einziger Abfluss, die Mangfall, verlässt den See bei Gmund und erreicht bei Rosenheim den Inn; aus dem Mangfalltal bezieht München einen großen Teil seines Trinkwassers. Die Geschichte der Region ist eng mit dem Kloster Tegernsee verbunden, das im 8. Jahrhundert gegründet wurde – der Name „tegarin seo“ taucht erstmals im 8. Jahrhundert in Urkunden auf. Nach der Eiszeit lag der Wasserspiegel rund 15 Meter höher, und der See war etwa doppelt so groß.
Königssee
- Fläche
- ca. 5,2 km²
- Max. Tiefe
- 190 m
- Länge
- ca. 7,7 km
- Höhe
- ca. 603 m
Kein See in Bayern wirkt so sehr wie ein Fjord: Der Königssee bei Schönau im Berchtesgadener Land liegt eingeklemmt zwischen dem Watzmann im Westen und dem Hagengebirge im Osten. Über 190 Meter tief und fast acht Kilometer lang, gilt er als einer der saubersten Seen Deutschlands – er ist nährstoffarm, hat Trinkwasserqualität, und seit 1909 fahren auf ihm ausschließlich Elektroboote. Auf der Halbinsel Hirschau steht die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, deren heutiger Bau 1698 einen Vorgänger aus dem 12. Jahrhundert ersetzte. Am Südende schließt sich hinter einem Moränenwall der kleinere Obersee an. Der See liegt vollständig im Nationalpark Berchtesgaden.
Walchensee
- Fläche
- 16,4 km²
- Max. Tiefe
- ca. 190 m
- Höhe
- ca. 801 m
- Volumen
- ca. 1,3 km³
Mit rund 801 Metern Höhe, über 16 Quadratkilometern Fläche und fast 190 Metern Tiefe ist der Walchensee zugleich einer der größten und einer der tiefsten Alpenseen Deutschlands. Sein türkisgrünes Wasser und die Lage zwischen Herzogstand, Jochberg und Karwendelvorbergen machen ihn zu einem der meistfotografierten Seen Bayerns. Technisch ist er ein Speicher: Seit 1924 nutzt das Walchenseekraftwerk das Gefälle von knapp 200 Metern zum tiefer gelegenen Kochelsee. Dafür wird dem Walchensee über Stollen Wasser aus Isar und Rißbach zugeleitet; der Seespiegel schwankt deshalb im Jahresverlauf um mehrere Meter. Das Kraftwerk zählt bis heute zu den großen Speicherkraftwerken Deutschlands.
Eibsee
- Fläche
- ca. 1,8 km²
- Max. Tiefe
- ca. 35 m
- Inseln
- 8
- Höhe
- ca. 970 m
Rund neun Kilometer südwestlich von Garmisch-Partenkirchen und nur dreieinhalb Kilometer nördlich des Zugspitzgipfels liegt der Eibsee in der Gemeinde Grainau. Der Hauptsee, der sogenannte Weitsee, umfasst etwa 172 Hektar; dazu kommt der abgetrennte kleine Untersee. Acht kleine Inseln, je nach Zählung auch neun, sowie Buchten und Felsblöcke gliedern das Ufer – Spuren eines gewaltigen Bergsturzes, der das Becken vor Jahrtausenden formte. Ein Uferweg führt um den gesamten See. Von der Südseite blickt man direkt auf die Nordabstürze der Zugspitze, an deren Fuß die Talstation der Seilbahn Zugspitze liegt.